Das empirische Gutachten zum Heilpraktikerwesen des Bundesministeriums für Gesundheit ist da – und es bringt endlich Licht ins Dunkel. Über 334 Seiten, mehr als 5.000 befragte Heilpraktiker und erstmals bundesweit belastbare Daten. Was bedeutet das Heilpraktiker Gutachten BMG für dich und deine Praxis?
In diesem Artikel erfährst du die 12 wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gutachten – ohne Fachchinesisch, dafür mit klaren Handlungsempfehlungen für deine (angehende) Praxis.
Was ist das BMG-Gutachten überhaupt?
Im November 2024 veröffentlichte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) das erste umfassende empirische Gutachten zum Heilpraktikerwesen in Deutschland. Der Auftrag ging an die in vivo GmbH, die von Mai 2023 bis Oktober 2024 Daten erhob.
Warum ist das wichtig? Weil es bis dahin praktisch keine verlässlichen Zahlen zum Berufsstand gab. Keine systematische Erfassung, keine bundesweite Statistik. Das Gutachten füllt diese Lücke – und liefert erstmals ein Bild, das auf mehr als Schätzungen basiert.
Hinweis: Das Gutachten ist explorativ angelegt. Es prüft keine Hypothesen, sondern sammelt systematisch Informationen zu Ausbildung, Berufspraxis, Therapiemethoden und Einbindung ins Gesundheitssystem.
Was wurde untersucht?
Das Gutachten deckt drei Berufsgruppen ab:
- Heilpraktiker mit allgemeiner Erlaubnis (HP)
- Heilpraktiker für Psychotherapie (HP Psych)
- Heilpraktiker für Physiotherapie (sektoral)
Für jede Gruppe wurden vier Themenbereiche beleuchtet: Berufsstand, Ausbildung und Sicherheit, Therapiemethoden sowie wirtschaftliche Einbindung.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick
Bevor wir in die Details gehen, hier die Kernzahlen aus dem Heilpraktiker Gutachten BMG auf einen Blick:
| Kennzahl | HP (allgemein) | HP Psychotherapie |
|---|---|---|
| Befragte Personen | 2.297 | 2.268 |
| Frauenanteil | 72% | 80% |
| Durchschnittsalter bei Prüfung | 39 Jahre | 44-46 Jahre |
| Mit beruflicher Vorbildung | 94% | 90% |
| Davon medizinischer Beruf | 44% | 19% |
| Ausbildung an HP-Schule | 82% | 64% |
| Durchschnittliche Ausbildungskosten | 6.531 € | 5.601 € |
| Prüfungserfolg 1. Versuch (nach Schule) | 72% | 83% |
| Patienten pro Praxis/Jahr | 619 | k.A. |
Diese Zahlen stammen aus den Online-Befragungen der Heilpraktiker selbst sowie aus den Angaben der Gesundheitsämter. Bei einigen Werten gibt es Abweichungen zwischen Selbstauskunft und Behördendaten – darauf gehe ich im Detail ein.
Berufsstand: Wer sind Deutschlands Heilpraktiker?
Das Gutachten zeichnet ein klares Bild des Berufsstands – und räumt mit einigen Vorurteilen auf.
Geschlechterverteilung
Der Heilpraktikerberuf ist weiblich geprägt: 72% der HP und sogar 80% der HP Psych sind Frauen. Dieses Verhältnis hat sich über die Jahre stabilisiert und wird durch die Daten der Gesundheitsämter bestätigt.
Schulische Vorbildung
Die Vorstellung vom „Quereinsteiger ohne Ausbildung“ stimmt nicht mit den Daten überein:
- 51% der HP haben Abitur
- 27% haben mittlere Reife
- 16% haben Fachhochschulreife
Bei HP Psych liegt der Abitur-Anteil sogar bei 55%.
Berufserfahrung
Heilpraktiker sind kein flüchtiges Phänomen. Die meisten bleiben lange im Beruf:
- 37% praktizieren seit 11-20 Jahren
- 22% sind seit 21-30 Jahren dabei
- 8% seit über 30 Jahren
Bei HP Psych zeigt sich ein anderes Bild: 43% praktizieren erst seit 0-5 Jahren – ein Hinweis auf das Wachstum dieser sektoralen Erlaubnis in den letzten Jahren.
Für deine Positionierung: Diese Zahlen zeigen: Der Heilpraktikerberuf ist professioneller als sein Ruf. Nutze das in deiner Kommunikation! Wenn du selbst eine Vorbildung hast, erwähne sie. Mehr zur Positionierung als Heilpraktiker
Ausbildung: Was kostet der Weg zur Erlaubnis?
Die Ausbildungskosten sind ein heißes Thema – und das Gutachten liefert erstmals belastbare Zahlen.
Ausbildungswege im Vergleich
| Ausbildungsweg | HP (allgemein) | HP Psychotherapie |
|---|---|---|
| Ausbildung an HP-Schule | 82% | 64% |
| Vorbereitungslehrgang | 28% | 34% |
| Reines Selbststudium | 3% | 8% |
Mehrfachnennungen waren möglich – viele kombinieren also Schule und Selbststudium.
Was kostet die Ausbildung wirklich?
Hier wird es interessant: Die Zahlen der Heilpraktiker weichen deutlich von den Angaben der Schulen ab.
Ausbildungskosten laut Selbstauskunft der Heilpraktiker:
| Kosten-Kategorie | HP (allgemein) | HP Psychotherapie |
|---|---|---|
| Ausbildung an Schule | 6.531 € | 5.601 € |
| Vorbereitungslehrgang | 2.194 € | 1.666 € |
| Materialien Selbststudium | 3.296 € | 1.166 € |
Ausbildungskosten laut Heilpraktikerschulen (2017-2022):
| Kosten-Kategorie | HP (allgemein) | HP Psychotherapie |
|---|---|---|
| Ausbildung an Schule | 4.554 € | 2.834 € |
| Vorbereitungslehrgang | 1.284 € | 964 € |
| Materialien | 102 € | 65 € |
Die Diskrepanz erklärt sich vermutlich durch Zusatzkosten wie Prüfungsgebühren, Lernmaterialien und Prüfungswiederholungen, die in den Schulangaben nicht enthalten sind.
Box: Was niemand vor der Ausbildung erzählt
Die versteckten Kosten: Prüfungsgebühren (ca. 300-600 €), Fachbücher (200-500 €), Wiederholungsprüfungen (falls nötig), Praktika und Hospitationen. Rechne mit 20-30% Aufschlag auf die reinen Schulgebühren.
Prüfungserfolg: Schule vs. Selbststudium
Eine der spannendsten Fragen: Lohnt sich die teure Ausbildung an einer Heilpraktikerschule?
Bestehensquoten beim ersten Versuch
| Vorbereitung | HP (allgemein) | HP Psychotherapie |
|---|---|---|
| Ausbildung an Schule | 72% | 83% |
| Vorbereitungslehrgang | 67% | 84% |
| Reines Selbststudium | 82% | 85% |
Diese Zahlen überraschen auf den ersten Blick: Selbststudium scheint bessere Ergebnisse zu liefern als die Schule. Aber Vorsicht bei der Interpretation!
Warum die Selbststudiums-Quote höher ist:
Das Gutachten weist darauf hin: Wer im Selbststudium lernt, hat oft bereits eine medizinische Vorbildung (z.B. Krankenschwester, Arzthelfer). Diese Personen brauchen weniger Grundlagenwissen und bestehen deshalb häufiger.
65% der HP gaben an, dass ihre berufliche Vorbildung für die Prüfung hilfreich war. Bei HP Psych waren es 70%, die eine „andere Vorbildung“ als besonders nützlich bewerteten.
Praxis-Tipp: Die Entscheidung Schule vs. Selbststudium hängt von deiner Vorbildung ab. Hast du einen medizinischen Hintergrund? Dann kann Selbststudium mit Crashkurs reichen. Kommst du fachfremd? Investiere in eine gute Schule.
HP Psychotherapie: Die sektorale Erlaubnis
Die sektorale Heilpraktikererlaubnis für Psychotherapie verdient besondere Aufmerksamkeit – sie ist die am schnellsten wachsende Gruppe.
Der Sonderfall: Zulassung nach Aktenlage
Eine Besonderheit, die das Gutachten dokumentiert: 8% der HP Psych erhielten ihre Erlaubnis nach Aktenlage – also ohne Überprüfung vor dem Gesundheitsamt.
Das betrifft vor allem Personen mit psychologischem oder pädagogischem Studium. Sie können unter bestimmten Voraussetzungen die Erlaubnis beantragen, ohne die klassische Prüfung abzulegen.
Demografische Besonderheiten
HP Psych unterscheiden sich deutlich von den allgemeinen HP:
| Merkmal | HP (allgemein) | HP Psychotherapie |
|---|---|---|
| Frauenanteil | 72% | 80% |
| Durchschnittsalter bei Erlaubnis | 39 Jahre | 44-46 Jahre |
| Berufserfahrung 0-5 Jahre | 16% | 43% |
| Mit Hochschulabschluss | 35% | 52% |
HP Psych sind älter bei Berufseinstieg, akademisch gebildeter und häufiger Quereinsteiger aus anderen Berufen. Viele kommen aus sozialen, pädagogischen oder psychologischen Berufen.
Wirtschaftliche Realität: Patienten und Praxen
Das Gutachten liefert erstmals konkrete Zahlen zur wirtschaftlichen Situation.
Patientenzahlen
Durchschnittlich behandeln HP mit allgemeiner Erlaubnis 619 Patienten pro Jahr (2017-2022). Die Zahlen schwankten dabei:
| Jahr | Patienten pro Praxis (Durchschnitt) |
|---|---|
| 2017 | 704 |
| 2018 | 638 |
| 2019 | 644 |
| 2020 | 616 |
| 2021 | 546 |
| 2022 | 566 |
Der Rückgang 2020-2021 ist eindeutig auf die Corona-Pandemie zurückzuführen. 2022 zeigt eine leichte Erholung, aber noch nicht auf Vor-Pandemie-Niveau.
Kostenübernahme durch Krankenversicherungen
Ein wichtiger Punkt für deine Preisgestaltung: Die Behandlungskosten werden laut Gutachten „nur zum Teil“ von privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen.
Das bedeutet: Die meisten Patienten zahlen selbst. Eine klare Preiskommunikation auf deiner Website ist deshalb essentiell.
Box: Wirtschaftliche Realität
619 Patienten pro Jahr ÷ 12 Monate = ~52 Patienten pro Monat. Bei einer 5-Tage-Woche sind das etwa 2-3 Patienten pro Tag im Durchschnitt. Diese Zahl kann je nach Spezialisierung und Standort stark variieren.
Qualitätssicherung: Die Rolle der Verbände
Das Gutachten beschreibt ein System, das weitgehend auf Eigenverantwortung basiert – mit einer wichtigen Rolle für Berufsverbände.
Fort- und Weiterbildung
Die Analyse zeigt: Mitglieder in Berufsverbänden nehmen intensiver an Fort- und Weiterbildungen teil. Die Verbände setzen Standards, organisieren Fortbildungen und fördern den fachlichen Austausch.
Aber: Es gibt keine verpflichtenden Vorgaben. Die Qualitätssicherung bleibt freiwillig.
Kooperationen im Gesundheitswesen
Spannend ist auch die Frage der Zusammenarbeit mit Ärzten. Laut Gutachten kooperieren viele HP mit niedergelassenen Ärzten – allerdings werden Kooperationen mit stationären Einrichtungen durch rechtliche Hürden erschwert.
Die Musterberufsordnung für Ärzte (§29a Abs. 2 MBO-Ä) fordert eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche, was die Zusammenarbeit kompliziert macht.
Was das Gutachten NICHT sagt
Bei aller Datenfreude: Das Gutachten hat auch Grenzen.
Methodische Einschränkungen
- Keine vollständige Erfassung: Es gibt nach wie vor keine amtliche Statistik aller Heilpraktiker in Deutschland
- Selbstauskünfte: Viele Daten basieren auf Selbsteinschätzungen, die verzerrt sein können
- Corona-Effekt: Die Daten 2020-2021 sind durch die Pandemie beeinflusst
- Rückschau: Retrospektive Einschätzungen können ungenau sein
Was nicht untersucht wurde
- Wirksamkeit von Therapien: Das Gutachten macht keine Aussagen zur Effektivität
- Patientenzufriedenheit: Keine Befragung von Patienten
- Konkrete Einkommenszahlen: Umsätze werden erwähnt, aber nicht detailliert aufgeschlüsselt
- Regionale Unterschiede: Wenig Differenzierung nach Bundesländern oder Stadt/Land
Wichtig: Das Gutachten ist eine Bestandsaufnahme, keine Bewertung. Es sagt nicht, ob das Heilpraktikerwesen „gut“ oder „schlecht“ ist – es beschreibt, was ist.
5 Handlungsempfehlungen für deine Praxis
Was bedeuten diese Erkenntnisse konkret für dich? Das Gutachten erzählt aus Gründersicht eine klare Geschichte: Der Markt schrumpft nicht – er sortiert sich neu. Hier meine Empfehlungen:
1. Erkenne das Marktfenster
41% der aktiven Heilpraktiker planen, in den nächsten 10 Jahren aufzuhören. Das bedeutet: kontinuierlicher Abgang von Praxen, weniger „Platzhirsche“ in vielen Regionen, echte lokale Marktlücken.
Konkret: Analysiere deinen Wunsch-Standort. Welche etablierten Praxen gibt es? Wie alt sind die Inhaber? Wo entstehen Lücken? Der Markt ist nicht gesättigt – er ist im strukturellen Umbruch.
2. Nutze den Erfahrungs-Gap
37% der HP praktizieren seit 11-20 Jahren, weitere 22% seit 21-30 Jahren. Neueinsteiger (0-5 Jahre) machen nur 16% aus. Die Etablierten tragen den Markt – aber viele sind kaum online präsent und betreiben kein aktives Marketing.
Konkret: Moderne Positionierung und digitale Sichtbarkeit werden überdurchschnittlich belohnt. Du konkurrierst nicht gegen 47.000 Heilpraktiker – du konkurrierst gegen die 5-10 in deiner Region, die online auffindbar sind. So gelingt deine Positionierung
3. Denke von Anfang an unternehmerisch
Fast jede zweite HP-Psych-Praxis läuft nebenberuflich (45%). Viele arbeiten vorsichtig, kleinschrittig, risikoarm. Wer klar auf Vollzeit und Wachstum setzt, hebt sich automatisch ab.
Konkret: Marketing und Struktur entscheiden stärker als Qualifikation. Plane von Tag 1 wie ein Unternehmer, nicht wie ein Angestellter mit Praxis. Der vollständige Leitfaden zur Praxisgründung
4. Kalkuliere realistisch – aber nicht zu klein
619 Patienten pro Jahr und ~59.500 € Umsatz (selbstständig) sind Durchschnittswerte inklusive Nebenberufler. Gut positionierte Vollzeitpraxen liegen deutlich darüber.
Konkret: Diese Zahlen zeigen das untere Marktniveau, nicht das Potenzial. Dein Umsatz ist kein Naturgesetz – er ist das Ergebnis von Positionierung, Angebotstiefe und Behandlungsformaten. Rechne im ersten Jahr konservativ, aber bau dein Geschäft auf Wachstum aus.
5. Akzeptiere die Selbstzahler-Realität – und nutze sie
Die Kostenübernahme ist minimal: Bei HP allgemein übernimmt die GKV durchschnittlich 15%, die PKV 48%. Bei HP Psych sind es nur 3% (GKV) bzw. 13% (PKV). Der Markt ist faktisch selbstzahlergetrieben.
Konkret: Erfolg hängt nicht von Kassenzulassungen ab, sondern von Vertrauen, Spezialisierung und verständlicher Kommunikation. Das spricht gegen Massenangebote und für klar positionierte Nischen. Sei transparent über deine Preise und beachte dabei das Heilmittelwerbegesetz.
Ältere, erfahrene Praxen gehen schrittweise raus. Viele bleiben klein oder nebenberuflich. Wer heute neu startet und unternehmerisch denkt, trifft auf echte strukturelle Chancen. Der Engpass liegt nicht bei der Prüfung (72-82% Erfolgsquote beim ersten Versuch), sondern danach: Praxisaufbau, Sichtbarkeit, wirtschaftliche Stabilität.
Die zentrale Business-Story des Gutachtens
Ältere, erfahrene Praxen gehen schrittweise raus. Viele bleiben klein oder nebenberuflich. Wer heute neu startet und unternehmerisch denkt, trifft auf echte strukturelle Chancen. Der Engpass liegt nicht bei der Prüfung (72-82% Erfolgsquote beim ersten Versuch), sondern danach: Praxisaufbau, Sichtbarkeit, wirtschaftliche Stabilität.
Fazit: Der Markt sortiert sich neu
Das Heilpraktiker Gutachten BMG ist weder Anklageschrift noch Freispruch. Es ist das, was der Berufsstand lange gebraucht hat: eine solide Datenbasis – und für Gründer eine strategische Landkarte.
Was die Zahlen wirklich zeigen:
Der Heilpraktiker-Markt schrumpft nicht. Er transformiert sich. 41% der Aktiven planen in den nächsten 10 Jahren aufzuhören. Fast die Hälfte der HP-Psych-Praxen läuft nebenberuflich. Die Etablierten dominieren zwar zahlenmäßig, aber viele sind digital unsichtbar und wachsen eher aus dem Markt heraus als hinein.
Die Chance für Starter:
Wer heute neu startet, trifft nicht auf einen überfüllten Markt, sondern auf einen im Umbruch. Die Eintrittshürde (Prüfung) ist mit 72-82% Erfolgsquote moderat. Der echte Engpass liegt danach: Praxisaufbau, Positionierung, unternehmerisches Denken.
Was jetzt zählt:
- Moderne digitale Präsenz – weil die Etablierten hier schwächeln
- Klare Spezialisierung – weil der Selbstzahler-Markt Vertrauen und Expertise belohnt
- Unternehmerisches Mindset – weil Vorsicht und Nebenberuflichkeit der Standard sind
Das Gutachten wird die politische Debatte weiter beeinflussen. Ob daraus regulatorische Änderungen entstehen, bleibt abzuwarten. Was du heute tun kannst: Die strukturelle Chance erkennen und nutzen.
Der Markt gehört nicht den Erfahrensten. Er gehört denen, die sichtbar sind.
Häufige Fragen zum Heilpraktiker Gutachten des BMG
Das Gutachten ist eine Datengrundlage, keine Gesetzesvorlage. Ob und welche Änderungen folgen, entscheiden Politik und Gesetzgeber. Das Gutachten empfiehlt selbst keine konkreten Maßnahmen.
Eine genaue Zahl nennt das Gutachten nicht – weil es keine gibt. Schätzungen gehen von etwa 47.000 HP mit allgemeiner Erlaubnis aus, plus die sektoralen Erlaubnisse.
Die Kosten für die Heilpraktikerausbildung können als Werbungskosten oder Sonderausgaben absetzbar sein. Details besprichst du am besten mit deinem Steuerberater.
Das Gutachten ist auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit veröffentlicht und öffentlich zugänglich. Es umfasst 334 Seiten plus Anhänge.
Nein. Das Gutachten bezieht sich ausschließlich auf das deutsche Heilpraktikerwesen. In Österreich ist der Heilpraktikerberuf nicht zugelassen, in der Schweiz gelten andere Regelungen.
Weitere interessante Daten aus dem Heilpraktiker Gutachten des BMG
Weitere interessante Daten aus der Studie
Zusatz-Kennzahlen aus dem empirischen Gutachten zum Heilpraktikerwesen (BMG / in vivo, 08.11.2024).
🧭 Berufserfahrung (HP allgemein)
🕰️ Geplante verbleibende Berufsdauer (HP allgemein)
📖 Vorbereitung auf die Überprüfung (HP allgemein)
✅ Prüfungserfolg im Vergleich
🧪 Einordnung der angewandten Methoden (HP allgemein)
🏥 Anteil der Kostenübernahme (HP allgemein, Ø 2017–2022)
🧠 Anteil der Kostenübernahme (HP Psych, Ø 2017–2022)
🧾 Abrechnungsmodelle (HP allgemein, Ø 2017–2022)
🧑💻 Arbeitsform (HP Psych, 2017–2022)
💶 Behandlungskosten (HP allgemein, 2017–2022)
📈 Jahresumsatz (HP allgemein, Ø 2017–2022)
🏢 Entwicklung der Praxen (HP Psych, Deutschland, Hochrechnung)
| Jahr | Geschätzte Praxen | Veränderung |
|---|---|---|
| 2017 | 26.551 | – |
| 2018 | 26.312 | -1% |
| 2019 | 27.486 | +4% |
| 2020 | 21.616 | -21% |
| 2021 | 22.375 | +4% |
| 2022 | 22.446 | 0% |
Weiterführende Ressourcen
- Positionierung für Heilpraktiker – So hebst du dich von der Masse ab
- Praxisgründung als Heilpraktiker – Der vollständige Leitfaden
- Klienten gewinnen als Heilpraktiker – 15+ erprobte Strategien
- Heilmittelwerbegesetz für Heilpraktiker – Was du bewerben darfst (und was nicht)
Quellenangaben
- Bundesministerium für Gesundheit (2024): Empirisches Gutachten zum Heilpraktikerwesen. Erstellt durch in vivo GmbH.
- Bundesärztekammer: Musterberufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte (MBO-Ä), Fassung vom 9. Mai 2024.



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